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Schlagzeilen
| Riesiges Bernsteinlager in Spanien freigelegt - Manche Stücke sind bläulich gefärbt Geologen legten in der Soplao-Höhle bei Rábago in der spanischen Provinz Kantabrien, nahe der Küste zur Biskaya, das größte Bernsteinvorkommen des ganzen Kontinents frei, wie sie sogleich reklamieren. 25 Meter lang soll das so reichhaltige, kompakte Lager sein, zwei Meter breit und ein Meter tief. Der Fund könnte Gegenstand von vielen Doktorarbeiten werden. Auf rund 110 Millionen Jahre wird sein Alter geschätzt; er ist ein Bote aus der Zeit der Dinosaurier. Ähnlich alt sollte ja auch der Fund aus dem Film "Jurassic Park" gewesen sein, in dem Genmaterial jener Ungetüme entdeckt und zum Leben erweckt wurde. So weit wird es nicht kommen, doch schon heute freuen sich Paläobotaniker darüber, dass in den Bernstein-Einschlüssen gleich eine ganze Reihe bislang unbekannter Insektenarten gesichtet wurde, aus offenbar acht verschiedenen Ordnungen: Mücken, Wespen und andere Kleintiere. Auch ist eine Vermutung, die die Paläontologie schon lange hegte, ihrem Beweis nun näher gekommen: dass Bernstein sich aus dem Harz vornehmlich der Konifere Frenelopsis (Cheirolepidiaceae) gebildet habe, die damals weit verbreitet war, aber heute ausgestorben ist - ein Baum, der keine wirklichen Nadeln, sondern eher Blätter aufweist, ähnlich wie die Norfolk-Tanne. Der Verdacht stützte sich bislang darauf, dass nahe bei Bernstein-Lagerstätten immer wieder solche Blätter gefunden wurden. In der Soplao-Höhle aber wurden von ihnen nun deutliche Abdrücke auf dem Bernstein entdeckt sowie von Zweigen, die die charakteristische Anordnung der Blätter zeigen. Quelle: Welt online >>zum Artikel |




