John Harold Ostrom Drucken E-Mail
Die Paläontologie - bedeutende Forscher

John Harold Ostrom

Der amerikanische Paläontologe John Harold Ostrom, geboren am 18. Februar 1928 in New York City, erwarb seine Hochschul- bzw. Studienabschlüsse 1951 am Union College, Schenectady (NY), und 1960 an der Columbia University (New York City). Von 1961 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1993 lehrte er an der Yale University.
Seinen wohl bedeutendsten Fund, den Raubsaurier Deinonychus, entdeckte John H. Ostrom im Jahre 1964 im amerikanischen Westen. Ostroms Beschreibung dieses kleinen, frühkreidezeitlichen Theropoden begründete die Theorie von der Agilität und Intelligenz dieser Tiere. Ostrom ging davon aus, dass Theropoden wie Deinonychus möglicherweise in Rudeln jagten und lebten und ein entsprechendes Sozialverhtitleen entwickelten, ein Novum, denn niemand hatte diesen Begriff bisher mit Dinosauriern in Verbindung gebracht.
Wiederum war es John H. Ostrom, dem Ähnlichkeiten u.a. zwischen Deinonychus und Vögeln auffielen. Seine Forschungen begründeten die Theorie der Abstammung aller heutigen Vögel von Theropoden. Auch eine teilweise Befiederung besonders der kleinen Theropoden schloss Ostrom nicht aus, eine Annahme, die seit 1997 durch entsprechende Funde vor allem im chinesischen Raum gestützt wird. Die "Ground-up"-Theorie, die besagt, dass gefiederte Dinosaurier im Schnell-Lauf allmählich vom Boden abhoben und es bis zum "Flatterflug" brachten, geht auf Ostrom zurück. Und schließlich war es John H. Ostroms Schüler Robert Bakker, der - inspiriert von den Forschungen seines Lehrers - erstmals die Möglichkeit der Warmblütigkeit von Dinosauriern in den Raum stellte.
Heute ist John Harold Ostrom Professor Emeritus an der Yale University.