Der Jura (vor 208 bis 144 Millionen Jahren) war die mittlere Periode des Mesozoikums. In dieser Zeit begann der Superkontinent Pangäa tatsächlich auseinander zubrechen, aus großen Grabensystemen in der Erdkruste entstand langsam der Atlantik. Afrika löste sich allmählich von Südamerika, und Indien begann, in Richtung Asien zu driften. Weltweit herrschte warmes Klima, und Monsunwinde brachten den Binnenwüsten Regenfälle. Allmählich breiteten sich Pflanzen über das ehemalige Ödland aus, so dass hier neue »Futterplätze« für die damalige Landfauna entstanden, zu der einige der größten terrestrischen Tiere aller Zeiten zählten. Die ersten, wenn auch kleinen Vögel erschienen, die vermutlich ans kleinen Dinosauriern hervorgegangen waren. In Meeren und Ozeanen tauchten ebenfalls neue Formen auf: große Schwimmreptilien sowie wie die heutigen, modernen Knochenfische. Die Vegetation im Jura Im Jura waren die Kontinente mit einer wesentlich üppigeren, formenreicheren Vegetation, die global einheitlicher aussah, bedeckt als in der Trias. In den Nadelwäldern standen Baumriesen wie z. B. Mammutbäume, Kiefern und Schuppentannen. Häufig waren auch die Ginkgobäume, während die Palmfarne hauptsächlich kleinere Bäume und Sträucher bildeten. In den Nadelwäldern wurde die Strauchschicht von großen Baumfarnen gebildet. Die häufigsten Pflanzen der bodennahen Schicht waren Farne und Schachtelhalme, die äußerst üppig gediehen und vermutlich die Nahrungsgrundlage der Sauropoden darstellten. Heutige Blütenpflanzen gab es noch nicht. Die Luftfauna im Jura Der Luftraum wurde von Flugsauriern beherrscht, die sich mit Hilfe ihrer Hautflügel fortbewegten. Vertreter der Ordnung Rhamphorhynchoidea besaßen einen langen Schwanz, der zur Balance und als Höhenruder diente, er fehlte bei der anderen Gruppe, den Pterodactvloidea. Viele Flugsaurier besaßen dornartige, spitze Zähne, mit denen sie Fische aus dem Wasser schnappten. Archaeopteryx wies noch einige Theropodenmerkmale wie Zähne, Krallen und Schwanzwirbel auf, doch hatte er auch Federn und Flügel, so dass er durchaus fliegen konnte, die ersten Vögel tauchten auf. Die Meeresfauna im Jura Im Jura waren Nothosaurier und Placodontier ausgestorben, nur die Ichthyosaurier waren übrig geblieben. Diese lebten nun gemeinsam mit Meereskrokodilen. deren Gliedmaßen in Flossen umgewandelt waren, sowie mit den heute noch vorkommenden Knochenfischen in den Flachmeeren dieser Periode. Weitere Meereswirbeltiere waren die Plesiosaurier mit fassförmigem Rumpf. die wie Seelöwen durch die Gewässer wanderten, sowie Pliosaurier, die eigentlich nur eine kurzhalsige Variante der Plesiosaurier darstellten, jedoch einen großen Kopf mit spitzen Zähnen besaßen. Gegen Ende des Jura begannen Ichthyosaurier und Meereskrokodile zurückzugehen. Die Geographie im Jura Zu Beginn des Jura waren viele titlee Gebirge von der Erosion abgetragen worden, doch als Pangäa auseinander zubrechen begann, entstanden wieder neue Gebirgszüge. Aus großen Erdsptitleen, die sich von Südafrika über die Antarktis bis nach Tasmanien zogen, quoll Lava hervor, die zu dicken Bastitleschichten erstarrte. In Nordamerika entstanden schubweise neue Gebirgszüge, und zahlreiche Vulkanausbrüche ließen die Anden emporwachsen. Im Verlauf des Jura vereinigte sich Tibet mit Eurasien, und Afrika schob sich gegen Südeuropa vor, wobei große Teile der afrikanischen Scholle abbrachen. die sich später mit der iberischen und der arabischen Halbinsel vereinigten. Die Landfauna im Jura Im Unteren Jura waren Prosauropoden, Ornithischier und kleine säugerähnliche Reptilien die vorherrschenden Wirbeltiere Dies änderte sich im Oberen Jura, als die großen Sauropoden dominierten. Diese Tiere fraßen sowohl Bodenpflanzen als auch hochgelegene Blätter und Zweige. Die Nahrung wurde bei Sauropoden meist durch Magensteine (Gastrolithen) zerkleinert, das Gebiss spielte dabei kaum eine Rolle. Die herbivoren Stegosaurier als zweithäufigste Dinosauriergruppe dieses Zeitabschnitts besaßen einen zahnlosen »Schnabel«; es gab schon die ersten Ankylosaurier und Ornithopoden. Die Raubsaurier jener Zeit waren die Carnosaurier, große Theropoden. sowie kleinere Coelurosaurier und Compsognathiden. |