Die Kreide (vor 144 bis 65 Millionen Jahren) stellte die dritte und letzte Periode des Mesozoikums dar und bedeutete auch das Ende der Dinosaurier.In dieser Zeit lagerten sich mächtige Kalkschichten am Boden jener Flachmeere ab, die Teile Europas und Nordamerikas bedeckten. Laurasia und Gondwana zerbrachen endgültig in die heutigen Kontinente, und durch das Aufeinanderprallen großer Meeres- und Kontinentalschollen entstanden Gebirge wie Rocky Mountains, Alpen und Himalaja. Im Äquatorbereich blieb das Klima warm, wurde jedoch trockener, und die Wälder wurden lichter. In anderen Erdteilen entwickelten sich jahreszeitlich schwankende Witterungen, und die ersten Blütenpflanzen tauchten auf. Die Evolution der Tiere auf den nun isolierten Kontinenten verlief jetzt unabhängig. Diese Entwicklung in der Unterkreide erklärt die erstaunliche Artenfülle bei den Dinosauriern dieser Periode. Die Vegetation in der Kreide Auch in der Unterkreide waren die vorherrschenden Pflanzen titlee mesozoische Formen wie Baumfarne, Ginkgos .Nadelbäume und Farne. Doch bald tauchten auch die ersten krautigen Blütenpflanzen auf, die sich von den Tropen in kältere Regionen ausbreiteten und dabei viele neue Sträucher und Kleinbäume hervorbrachten. Gegen Ende der Oberkreide waren Eiche, Ahorn, Walnuss und andere Baumarten Konkurrenten der bisherigen Nadelbäume geworden. Die Luftfauna der Kreide Neben den ersten Bienen, Wespen und winzigen Nachtftitleern gab es auch gewtitleige Flugsaurier die je auf diesem Planeten geflogen sind; hierzu zählten z.B. Quetzalcoatlus. Neue Funde aus den letzten Jahren verdeutlichen, dass auch die Vögel neue Arten bildeten. So besaßen der kleine Sinornis aus China und Concornis aus Spanien einen Brustbeinkamm wie moderne Flugvögel, an dem die großen Flugmuskeln ansetzen. Später entstanden flugunfähige Formen, die dafür aber gut laufen konnten. Ein solcher Vogel war der etwa Drosselgroße Mononykus, der einen Brustbeinkamm, aber auch noch eine Schwanzwirbelsäule wie ein Dinosaurier besaß. Fauna der Meere und Flüsse in der Kreide Unter den Wasserbewohnern der Kreidezeit gab es viele Wirbeltiere. die auch heute noch leben. Zu den größten Süßwassertieren zählten einige krokodilähnliche Champsosaurier, während die Meeresschildkröte Archelon alle heutigen Vertreter dieser Gruppe an Größe übertraf. Riesige, bis zu 10 m lange Mosasaurier schwammen durch die Meere. indem sie sich durch Wellenbewegungen mit dem langen Schwanz vorwärts bewegten. Zu den Plesiosauriern mit ihren Paddelflossen zählten auch die kurzhalsigen Pliosaurier (z.B. der riesige Kronosaurus mit einem gut 3 m langen Kopf, sowie Vertreter mit langem Hals, die sich von Fisch ernährten. Während dieser Periode starben die Ichthyosaurier endgültig aus. Die Geographie der Kreide Mit Beginn der Kreide bestand zwischen Ostasien und dem Westen von Nordamerika noch eine Landbrücke, so dass die Tierwelt dieses Gebietes als asiamerikanische Faunaregion bezeichnet wird. Während dieser Periode wurde Nordamerika nach und nach durch ein Flachmeer geteilt. so dass der westliche Teil des Kontinents isoliert wurde und sich eine eigene Dinosaurierfauna entwickelte. Ein weiteres Flachmeer trennte Euramerika von Asien. Auch auf der Südhalbkugel drifteten Afrika, Australien, Südamerika, Indien und die Antarktis langsam auseinander. Da sich auf diesen Kontinenten die gleichen Dinosaurier wie in Euramerika entwickelten, spricht man hier von der Eurogondwana-Faunenregion. Die Landfauna der Kreide Gegen Ende der Oberkreide machten die Kleinsäuger eine explosionsartige Artenentwicklung durch - auch Schlangen hatten sich aus Eidechsen entwickelt. Doch die dominierenden Landtiere waren nach wie vor die Dinosaurier. Neue Ornithischierfamilien mit hochspezialisiertem Gebiß entstanden. Zahlreicher wurden auch die von Bodenpflanzen lebenden Ankylosaurier, während Stegosaurier verschwanden. Auf den nördlichen Kontinenten starben die Sauropoden ebenfalls aus, obwohl sie im Süden nach wie vor eine dominierende Gruppe darstellten. Die Theropoden der Kreide waren sehr formenreich, die Palette reichte von vogelähnlichen Ornithomimiden bis zu den wohl größten Landraubtieren aller Zeiten, den Tyrannosauriern. |