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Die Flora im Silur
Zum Ausgang des Silurs setzte eine Pflanzeninvasion auf dem Festland ein. Bereits im Unterdevon grünt dort die Landflora, es sind ursprüngliche Formen, die hauptsächlich noch küstennahen Überflutungsgebiete, Sümpfe und Moore überwuchern. Alle Elemente gehören zur ausgestorbenen ersten Gruppe der Landpflanzen, den Nacktpflanzen (Psilophytales), den primitivsten Gefäßpflanzen (Pteridophyten). Ihre Sprosse wachsen aus knollenförmigen oder kriechenden wurzelartigen Organen, verzweigen sich gabelförmig und tragen an den Spitzen Sporenkapseln (Sporangien). Die ursprünglichsten Gattungen sind blattlos, so Rhynia und Horneophyton. Andere zeigen sich früh mit kleinblattähnlichen Sprossauswüchsen beblättert (Psilophyton). Alle Pflanzen des Unterdevons sind noch Psilophyten, unter denen sich Ansätze zur Herausbildung jüngerer Formenkreise zeigen.

Die Meere im Silur

Die Küstenzonen der warmen Silurmeere sind gedrängt voll üppigen Lebens. Auf dem Meeresgrund wachsen flache Stöcke von tabulaten Korallen der Gattung Favosites und große Stromatoporen, die zu den Hydrozoen gehören. Sie können auch hohe sackförmige Stöcke bilden. Ausgezeichnet gedeihen in diesen warmen Gewässern kugelige Algen der Gattung Ischadites und verschiedene rugose Korallen, z.B. Entelophyllum, Kodonophyllum, Streptelasma und Craterophyllum. Zwischen Korallen und abgestorbenen Stromatoporenstöcken suchen verschiedene Turmschnecken (Gastropoda) Nahrung. Desweiteren strudeln Seelilien der Gattung Laubeocrinus ihre Nahrung herbei, und über den Meeresboden jagen Nautiliden (Kionoceras).