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Wie alles begann, das Archaikum.
Die Urzeit war die Geburtstunde des Lebens. Bevor sich die ersten primitiven Organismen bilden konnten, tobten die Elemente.Aus dem Zeitalter des Archaikums, das die ersten 1,5 Milliarden Jahre nach Entstehung der Erde umfaßt, ist uns nur sehr wenig bekannt. Auch wie die Erde sich gebildet hat, ist nicht ganz klar. Entweder entstand das Planetensystem und damit auch unsere Erde, durch Abspaltung von der Sonne oder durch Zusammenballung kosmischer Partikel. Die überwiegend vertretene Meinung ist folgende: Nachdem sich unter gewaltiger Hitze und Kontraktion die Sonne im Weltall gebildet hatte, begann diese, sich allmählich abzukühlen. Durch Kondensation weiterer umherwirbelnder Stoffe zu Gas, Eis und radioaktiven Teilchen bildeten sich weitere Himmelskörper (Planetoide), die durch Schwerkraft immer mehr Teilchen an sich zogen, bis sie schließlich zu Planeten, die die Sonne umkreisen, wurden. Bis zur Entstehung der Sonne und der Protoplaneten sollen mindestens 10 Milliarden Jahre vergangen sein. Vor etwa 5 Milliarden Jahren soll der Prozeß der Bildung der Planeten mit den sie umgebenden Monden abgeschlossen gewesen sein. Hier beginnt das Archaikum. Nach Bildung des Erdballs kühlte dieser allmählich ab. Dieses geschah relativ schnell, weil der Temperaturgegensatz zwischen Weltraum und Erdkruste sehr hoch war. Bis aber das erste Leben entstand, hatte sich die Erde etwa 1000 Millionen Jahre lang abkühlen müssen. Erst dann besaß sie eine harte Erdkruste. Auch die Atmosphäre, die wahrscheinlich überwiegend aus Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und Stickstoff bestand, kühlte sich ab.Trotzdem war die Atmosphäre sehr heiß. Blitze zuckten zum Erdboden und Vulkane spuckten heiße Lava aus dem Erdinneren. Die Erdoberfläche befand sich noch in ständiger Bewegung. Es bildete sich Wasser, das wiederum verdunstete und schließlich die immer weiter abkühlende Erdoberfläche in einem "Urregen" mit Wasser füllte. Dadurch wurden die bestehenden Steine zersetzt und es entstanden erste Ablagerungsgesteine. Der für Tiere und Pflanzen notwendige Sauerstoff stand noch nicht zur Verfügung. Damit konnte eigentlich kein Leben auf der Erde entstehen. Die Sternzeit (Entstehung der Erde) und die Urzeit gingen über in das Präkambrium. Im Präkambrium formten sich erste Lebensformen – in einer Atmosphäre, die für alle heute lebenden Wesen tödlich wäre. Zu Beginn des Präkambriums gab es noch nichts außer den Elementen. Das Präkambrium, auch als Eozoikum bezeichnet, umfaßt den größten Teil unseres Erdalters, nämlich etwa 9/10. Innerhalb dieser gewaltigen Zeitspanne, die sich auf 3 Milliarden Jahre beläuft, haben sich das Meer und das Land entwickelt. Es bildete sich eine Atmosphäre, die uns erst ein Leben auf der Erde ermöglichte. Die Erde war zu Beginn sehr warm. Sie bestand nur aus Erdkruste und Atmosphäre. Später entstanden frühe Gesteine und die Erde kühlte langsam ab. Die erste Eiszeit gab es vor etwa 2,3 Milliarden Jahren. Später folgten zwei weitere, von denen eine 400 Millionen Jahre dauerte. Das erste Leben hat sich vor etwa 3,5 Milliarden Jahren entwickelt. In den letzten Jahren sind in mehreren Erdteilen Gesteine gefunden worden, die nach genauen Untersuchungen und Berechnungen bis zu 3,8 Milliarden Jahre alt sind. Die ältesten stammen aus Sedimentgesteinen Südafrikas und Grönlands. Aus dieser Periode gibt es nur wenige fossile Organismen. Der überwiegende Teil davon besteht aus Pflanzen. In den ältesten Gesteinen findet man vor allem fadenförmige und kugelförmige Mikroorganismen wie einzellige Algen, in jüngeren Gesteinen schon verzweigte Blaualgen und primitive Pilze. Diese fand man in Kieselkalken in Ontario und in Gesteinen von Minnesota und Großbritannien. Tierische Fossilien sind im Präkambrium nur sehr selten nachzuweisen. Es gab wahrscheinlich erst zum Ende dieses Zeitalters überwiegend Hohltiere, Gliederwürmer, Strahlentierchen und Medusen. Diese Weichtiere fossilieren schwer und sind daher nur selten zu finden. Erst im Kambrium treten vermehrt lebende Organismen mit Hartteilen auf, so dass aus dieser Zeit die fossilen Funde häufiger werden. Alle kontinentalen Bereiche des Präkambriums müssen leer und trostlos gewesen sein. Es gab wahrscheinlich ungeheure Massen an kahlen Felsen, denn das allmählich entstehende Leben entwickelte sich in den Flachmeeren. Nachdem erste kernlose Einzeller ( Prokaryoten) sich aus der "Ursuppe" ernährten und bei ihrer Energiegewinnung nur wenig Sauerstoff frei werden ließen, wurde die Sauerstoffproduktion mit dem Auftreten von organischen Stoffen wie Chlorophyll stark erhöht. Allmählich stieg der Sauerstoffgehalt unter Mitwirkung der Sonneneinstrahlung an. Es erhöhte sich auch sein Gehalt in der Atmosphäre, so dass sich allmählich eine schützende Ozonschicht bildete, die die vernichtende ultraviolette Strahlung der Sonne abhielt. Unter diesem Schutz war es erst möglich, dass sich eine lebende Welt auf der Erde entwickeln konnte. Man vermutet Temperaturen von 0 bis 50 Grad Celsius, denn nur unter diesen Voraussetzungen ist eine Lebensentwicklung möglich. Vielleicht hat es auch ausgedehnte Vereisungen in dieser Zeit gegeben. Die komplette Erde ist aber wohl nie mit Eismassen überzogen gewesen. Mit Beginn des Kambriums entwickelt sich eine Vielfalt von primitiven Arten im Meer, wie zahlreiche Fossilien belegen.
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