| Placodus |
|
|
![]() NAME: Placodus FAMILIE: Placodontidae ZEITLICHE VERBREITUNG: Unter- bis Mitteltrias GEOGRAPHISCHE VERBREITUNG: Europa (Deutschland, Alpen) LÄNGE: 2 m Der Schädel von Placodus beweist, dass sich das Tier in seiner Ernährungsweise spezialisiert hatte: Die Zähne waren an eine Muscheldiät angepasst. Mit einer Reihe stumpfer Zähne vorne am Kiefer rupfte Placodus Muscheln und Armfüßer von den Felsen. Die rückwärtigen, auch auf dem Gaumen befindlichen Zähne, waren breit und flach; mit ihnen zermalmte Placodus, der auch als »Pflasterzahnsaurier« bezeichnet wird, die hartschaligen Beutetiere. Für die Bewegung dieser eindrucksvollen Zahnbatterie sorgten kräftige Kiefermuskeln, die durch die Schläfenfenster zu beiden Seiten des Schädels zogen und damit größere Beißkraft entwickelten. Einige moderne Haie wie der Stierkopfhai (Heterodontus) ernähren sich ebenfalls von hartschaligen Tieren - wie Weichtieren, Krebstieren und Seeigeln und zeigen ganz ähnliche Zahnformen. Die Ähnlichkeit ist so frappierend, dass die Paläontologen die fossilen Zähne von Placodus zunächst für die eines Hais hielten. Placodus war an das Leben im Wasser noch kaum angepasst. Der Körper war gedrungen, der Hals kurz, und die Gliedmaßen erinnerten an die Extremitäten der frühen landbewohnenden Reptilien. Wie bei allen Placodontiern war die Körperunterseite durch Bauchrippen gut geschützt. Eine Reihe von Knochenhöckern stand auf der Rückenlinie und schützte die darrunterliegende Wirbelsäule. Bei späteren Placodontiern war die Panzerung des Körpers erheblich stärker ausgebildet. |






