| Parasaurolophus |
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![]() NAME: Parasaurolophus FAMILIE: Hadrosauridae ZEITLICHE VERBREITUNG: Oberkreide GEOGRAPHISCHE VERBREITUNG: Nordamerika LÄNGE: 10 m Wie Saurolophus hatte diese Form eine kürzere Schnauze als andere Hadrosaurier. Auf dem Kopf trug sie einen nach hinten gerichteten Knochenzapfen. Damit ist die Ähnlichkeit aber auch schon erschöpft, denn der Kamm des Lambeosaurinen- Parasaurolophus war hohl und nicht ausgefüllt wie bei Saurolophus. Die hohle Röhre war auch um ein Vielfaches länger (bis 1,8m). Im Innern zogen die Nasengänge bis zur Spitze des Knochenkammes und kehrten dann zur Schnauze zurück. Ein Schädel mit einem sehr viel kürzeren Knochenkamm und enger aneinanderliegenden Nasengängen wurde ursprünglich als besondere Art von Parasaurolophus beschrieben, doch ist man inzwischen der Ansicht, er habe zu einem Weibchen gehört. Einiges spricht dafür, dass die Knochenkämme auch bei anderen Arten bei männlichen und weiblichen Tieren unterschiedlich lang waren. Der Rücken von Parasaurolophus zeigt eine eigenartige Einkerbung. Sie lag hinter den Schultern, genau an der Stelle, wo der Knochenkamm bei normaler Kopfhtitleung den Rücken berühren musste. Einige Paläontologen meinen, die Tiere hätten den Kamm beim Laufen in die Einkerbung gelegt und mit seiner Hilfe niedrig hängende Äste und Blattwerk im dichten Unterholz beiseite oder nach oben geschoben. Der Kasuar, ein australischer Laufvogel, benutzt seinen Kopfkamm auch heute noch in dieser Absicht. Auch der Schwanz von Parasaurolophus war ungewöhnlich, da außergewöhnlich hochrückig. Verschiedene Forscher sehen darin Anlass zu der Vermutung, der Schwanz sei auffällig gemustert gewesen und habe vielleicht bei der Balz oder als optisches Signal für die Gruppenzugehörigkeit gedient. Denkbar ist auch, dass ein möglicherweise ebenfalls bunter Hautlappen Knochenkamm und Nacken lose verband und Signalfunktionen übernahm. Stimmt indessen die Theorie, dass die hohlen Knochenkämme als Resonanzböden dienten, so ist anzunehmen, dass Parasaurolophus mit seinem langgestreckten Knochenkamm einen ganz anderen Laut erzeugte als zum Beispiel Lambeosaurus mit seinem hohen, halbkreisförmigen Kamm. Es ist nicht auszuschließen, dass die einzelnen Vertreter der Lambeosaurier mit ihren unterschiedlich geformten Kämmen artspezifische Laute erzeugten. In den nordamerikanischen Wäldern der Oberkreide musste es demnach recht geräuschvoll zugegangen sein, angefangen vom dumpfen, nebelhornartigen Gebell der Lambeosaurier bis zu den Trompetentönen aus den Luftsäcken der mit ihnen verwandten Hadrosauriern. |






