| Corythosaurus |
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![]() NAME: Corythosaurus FAMILIE: Hadrosauridae ZEITLICHE VERBREITUNG: Oberkreide GEOGRAPHISCHE VERBREITUNG: Nordamerika LÄNGE: 9 m Ein spektakulärer, halbkreisförmiger Kamm zierte den Kopf dieses großen nordamerikanischen Entenschnabel-Dinosauriers, der fast 4,5 t wog. Der Kamm entsprang dem Gebiet zwischen den Augen und bildete eine ungefähr 30 cm hohe, segelartige Struktur. Bei den Ausgrabungen von Corythosaurus stellte man fest, dass die Kammgröße je nach Körpergröße schwankte. Möglicherweise handelte es sich dabei sogar um Hinweise auf verschiedene Arten, doch ist eher anzunehmen, dass verschiedene Wachstumsstadien ein und derselben Art vorlagen und dass die Kämme der Jungtiere viel kleiner waren als die ausgewachsener Exemplare. Auch zwischen den Geschlechtern sind Größenunterschiede denkbar. Die größten Kämme hatten wahrscheinlich erwachsene Männchen. Corythosaurus war ein typischer Vertreter der Lambeosaurinae, also jener Entenschnabel-Dinosaurier mit hohlen Knochenkämmen auf dem Kopf. Als Gruppe scheinen sich die Lambeosaurinae in Nordamerika entwickelt zu haben. Sie blieben auch weitgehend auf den westlichen Teil dieses Kontinents beschränkt. Einige Arten wurden allerdings auch in Ostasien gefunden. Der Kopfkamm wurde von den stark vergrößerten Nasenbeinen gebildet. Die Höhlen im Innern des Kammes bildeten die Atemgänge, sie verliefen bis zur Kammspitze und kehrten dann zur Schnauze zurück. Zur Erklärung dieser merkwürdigen Anordnung wurden verschiedene Theorien aufgestellt. Die titlee, inzwischen aufgegebene Vorstellung besagte, die Hadrosaurier hätten im Wasser gelebt, und der Knochenkamm mit seinen Hohlgängen sei eine Art Schnorchel gewesen. Er habe es dem Tier erlaubt, zu atmen, während Mund und Nasenlöcher sich unter dem Wasserspiegel befanden. Einer anderen Theorie zufolge diente der Kamm als Luftreservoir, auf das der Dinosaurier beim Schwimmen und Fressen unter Wasser habe zurückgreifen können. Heute weiß man, dass die Entenschnabel- Dinosaurier gut an das Leben auf dem Festland angepasst waren. Sie lebten in Gruppen oder kleinen Herden und ernährten sich in den Wäldern von zähen Kiefernnadeln, Magnolienblätter sowie Samen und Früchten aller Art. Wenn sie von Räubern wie Tyrannosaurus bedroht wurden, konnten sie auf zwei Beinen schnell weglaufen und suchten vielleicht ein nahe gelegenes Gewässer auf. Für den hohlen Knochenkamm gibt es jetzt einige plausiblere Erklärungen, und es ist sogar möglich, dass er nicht nur eine, sondern mehrere Funktionen erfüllte. Zunächst konnten die Tiere die hohlen Kämme mit dem verschlungenen Röhrensystem als Resonanzboden für Laute verwenden, die zu Kommunikationszwecken produziert wurden. Dafür gab es verschiedene Anlässe, zum Beispiel die Warnung vor Feinden, das Einschüchtern von Rivalen oder auch die Erkennung der eigenen Art. Untersuchungen, die jüngst in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurden, stützen anscheinend die letztgenannte Vermutung. Man stellte dort das exakte Modell eines solchen Lambeosaurinen- Kamms her. Experimente zeigten dann, dass die Saurier damit Töne erzeugen konnten, die wie ein Nebelhorn klangen und über weite Entfernungen hin zu hören waren. Die vorrangig in Wäldern lebenden Tiere konnten auf diese Weise miteinander in Kontakt treten, und zwar innerhalb der Herde wie auch von Herde zu Herde. |






