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JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL Das Aussterben der Dinosaurier Nach einer 150 Mio. Jahre dauernden Herrschaft gab es offenbar nichts, das den Dinosauriern etwas anhaben konnte. Dennoch, bereits 10 Millionen Jahre später waren allesamt vom Erdboden verschwunden; mit ihnen verschwanden alle Tiere, die größer als eine Dogge waren, wie z.B. Meereskrokodile, Flugsaurier und Plesiosaurier, allerdings auch viele wirbellose Meerestiere. Über die Ursachen des plötzlichen Massensterbens vor 65 Mio. Jahren wird in den letzten Jahren unter den Wissenschaftlern sehr heftig diskutiert. Im folgenden werden einige gängige, wenn auch zum Teil unglaubwürdige Theorien vorgestellt, die das Phänomen erklären wollen.
Selbstzerfleischung Die unplausibelste Theorie über diese Katastrophe macht die Dinosaurier selbst für ihren Untergang verantwortlich. So sollen grausame Raubsaurier alle herbivoren Dinosaurier gefressen haben und dann selbst verhungert sein. Einer zweiten Hypothese zufolge mutierten die Dinosaurier in groteske Formen, die nicht mehr lebensfähig waren. Die Hörner tragenden Ceratopsier, die Pachycephalopoden mit ihrem dicken Schädel oder die mit Stirnkämmen geschmückten Lambeosaurier wurden als unzulängliches Ergebnis einer genetischen Verarmung interpretiert. Gendefekte sollen auch zu dünnwandigen Eischalen und zum Rückgang des Hirnvolumens geführt haben; doch auch diese Thesen sind nicht haltbar.
Vulkanausbrüche Der Untergang der Dinosaurier könnte durchaus auf Klimaveränderungen zurückzuführen sein, die durch langanhaltende Vulkanausbrüche verursacht wurden. Gegen Ende der Kreide schotteten riesige Lavaströme das indische Hochland auf, wobei gewaltige Mengen an Kohlendioxid und gasförmiger Salzsäure in die Atmosphäre gelangten. Diese wurden durch Luftströmungen auf der ganzen Welt verteilt und führten indirekt zu solchen Phänomenen wie Treibhauseffekt, saurem Regen und Zerstörung der Ozonschicht - also zu ähnlichen Vorgängen, die gegenwärtig (wenn auch aus anderen Ursachen) erhebliche Probleme und Sorgen bereiten.
Tod durch andere Lebewesen Eine Gruppe Wissenschaftler glaubt, dass Dinosaurier anderen Lebensformen zum Opfer fielen. Vielleicht entwickelten einige der neuentstandenen Blütenpflanzen starke toxische Substanzen, die die Dinosaurier vergifteten, obgleich hingegen spricht, dass die Blütenpflanzen und viele neuere Dinosaurierarten eine gemeinsame und aufeinander abgestimmte Evolution durchmachten. Auch könnten tödliche Bakterien oder Viren Seuchen hervorgerufen haben; doch ist es eher unwahrscheinlich, dass deine so variable Gruppe wie die Dinosaurier auf diese Weise vollkommen ausgelöscht wurde. Sicherlich ernährten sich auch viele Kleinsäuger von den Eiern der Dinosaurier, doch auch Warane fressen Krokodilleier, ohne das Krokodile aussterben. Daher scheint auch keine dieser Theorien glaubwürdig.
Vulkanausbrüche Der Untergang der Dinosaurier könnte durchaus auf Klimaveränderungen zurückzuführen sein, die durch langanhaltende Vulkanausbrüche verursacht wurden. Gegen Ende der Kreide schotteten riesige Lavaströme das indische Hochland auf, wobei gewaltige Mengen an Kohlendioxid und gasförmiger Salzsäure in die Atmosphäre gelangten. Diese wurden durch Luftströmungen auf der ganzen Welt verteilt und führten indirekt zu solchen Phänomenen wie Treibhauseffekt, saurem Regen und Zerstörung der Ozonschicht - also zu ähnlichen Vorgängen, die gegenwärtig (wenn auch aus anderen Ursachen) erhebliche Probleme und Sorgen bereiten.
Tod aus dem All
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| Die Halbinsel Yucatan,hier soll vor 65 Mio. Jahren ein Asteroid eingeschlagen haben. |
Das Massensterben gegen Ende der Kreide könnte durch tödliche Strahlung, die nach dem Einschlag eines Meteoriten freigesetzt wurde, ausgelöst worden sein; denkbar wäre aber auch eine erhöhte UV-Bestrahlung nach Zusammenbruch des Erdmagnetfeldes, das diese Strahlen normalerweise wieder ins All reflektiert. (Dieser Vorgang, bei dem sich die magnetischen Pole vertauschen, tritt innerhalb sehr großer Zeitspannen periodisch auf.) Wahrscheinlicher ist jedoch, das ein kleiner bis mittelgroßer Komet auf die Erde eingeschlagen ist, bei dessen Aufprall ein gut 200 km breiter Krater entstand und riesige Mengen verdampftes Gestein, Ruß, Staub und Wasserteilchen in die Stratosphäre geschleudert wurden. Die dabei entstandenen Winde verteilten diese Wolken über den ganzen Planeten. Schlagartig wurde es dunkel, die Temperaturen sanken weltweit, die Pflanzen gingen ein und mit ihnen starben viele Tiere - besonders jene Arten, die für jede Art von Winterschlaf zu groß waren. Den Beweis für ein derartiges Szenario sieht man in einer dünnen Iridiumschicht, die 1977 von den Amerikanern Luis und Walter Alvarez in Italien entdeckt wurde. Diese Schicht fand sich nicht nur hier, sondern weltweit in gleichaltrigem Gestein. (Iridium ist ansonsten ein eher seltenes Metall kommt aber häufig in Meteoriten vor.) Für einen Kometeneinschlag sprechen auch Funde von "geschocktem" Quarz, sowie bestimmte Fossilien, die belegen, dass die Blütenpflanzen Nordamerikas schlagartig zurückgingen. Der Einschlagkrater dieses Meteoriten ist der Chicxulub, ein 1990 vor Mexiko entdeckter Krater mit einem Durchmesser von 180 km. Sehr wahrscheinlich wurden auch andere Fällen von Massensterben durch Kometen ausgelöst. Eine Supernova explodiert Von den vielen Möglichkeiten der Begründung dieser Ausrottungen ist vielleicht Dale Russells Erklärung die nächstliegende. Er vermutet, dass das Gleichgewicht der damaligen Umwelt durch eine riesige Sternenexplosion zerstört wurde. Während einer solchen Supernova verliert ein Stern, der größer ist als unsere Sonne, seine Kraft und zerfällt. Dabei stößt er radioaktive Elemente ab und erzeugt riesige Mengen tödlicher Strahlen. Solche Explosionen wurden von der Erde aus mindestens achtmal beobachtet und registriert. Keine der jüngsten Supernovae war der Erde nahe genug, um auf sie trotz riesiger Ausstrahlungen eine bemerkenswerte Wirkung auszuüben. Statistisch gesehen, können wir wahrscheinlich alle 50 Millionen Jahre mit einer Supernova in einer Entfernung von etwa 100 Lichtjahren rechnen. In ihrer Nähe würden die Strahlen die äußere Schutzschicht unserer Atmosphäre durchdringen, die Erde radioaktiv verseuchen und zu einer beachtlichen und anhaltenden Temperatursenkung führen. Genau dies scheint zum Untergang der Dinosaurier geführt zu haben (nach Dale Russel). Sie und große, blühende, hochentwickelte Pflanzen, die bedingt durch ihre Größe empfindlich waren, wären als erste den Auswirkungen der Strahlen erlegen; kleine Pflanzen und primitive Kreaturen wären dagegen nicht betroffen gewesen. Gleichzeitig hätte die plötzliche Kälte die restlichen Dinosaurier (die meisten von ihnen hatten keinen Schutz durch einen Pelz oder Federn) erfrieren lassen, ebenso wie an warmes Wasser gewöhnte Pflanzen und Tiere. Säugetiere und Reptilien, wie Spitzmäuse, Eidechsen, Schildkröten und Krokodile, konnten sich aber vor der Kälte dadurch schützen, dass sie in einen Winterschlaf fielen. Diese Katastrophe bedeutete das Ende einer Ära. Adrian Desmond hat es so formuliert: »Obwohl Geologen immer noch eine gewisse Aversion gegenüber der Theorie einer Naturkatastrophe bewahren, wird es immer schwieriger, die Vorstellung abzulehnen, dass die Dinosaurier bei der bedeutendsten Explosion seit der Schöpfung der Erde verschwunden sind.«
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