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JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL Ordnungen der Saurier Carl Linné entwickelte eine Systematik, die es fortan erlaubte, die Dinosaurierfunde zu ordnen und einen Überblick über ihre Vielfalt zu erhalten. Das hierarchische System Lynnés ordnete alle Tiere nach Verwandtschaften, Abstammung und gemeinsamen Merkmalen. So gelang es, einen Überblick über die Stellung der Dinosaurier in der Evolution zu bekommen. Die verschiedenen Spezies (Arten) der Dinosauriern ließen sich in Ordnungen, Unterordnungen und Familien einteilen. Die so entstandene Struktur macht die Entwicklung der Tiere und ihrer Vorfahren deutlich. Bis heute gibt es immer wieder Veränderung in der Zuordnung, denn mit jedem neuen Fund können zusätzliche Erkenntnisse eine Neuordnung der Dinosaurier erforden. Das System Lynnés jedoch, bewährt sich nach wie vor.
Archosaurier Eine große Gruppe von "Herrscherreptilien" waren die Archosaurier. Sie setzten sich zusammen aus den vier Ordnungen der Ornithischia, Saurischia, Pterosauria und Crocodilia. Die Archosaurier entwickelten sich aus den Thecodontiern, die im Oberperm auftraten. Während der Trias hatten sie ihre größte Vielfalt, an deren Ende starben sie aus. Es handelte sich um eidechsen- und krokodilähnliche Reptilien, die eine Besonderheit gemeinsam hatten: Jeder Zahn wuchs aus einer eigenen Höhle im Kiefer und nicht direkt aus der Kieferknochenoberfläche. Dieses unterschied die Thecodontier von allen anderen Reptilien ihrer Zeit. Die Thecodontier setzten sich aus fünf verschiedenen Unterordnungen zusammen. Als älteste Gruppe existierten die Proterusuchia, von denen wahrscheinlich die anderen Gruppen abstammten. Die Unterordnung Phytosauria waren krokodilähnliche Thecodontier, die im Wasser lebten und wahrscheinlich andere Reptilien fraßen. In der Unterordnung Rauisuchia gab es räuberische Landtiere. Bei ihnen waren die hinteren Gliedmaßen schon etwas weiter unten am Körper angesetzt als bei Proterusuchia. Pflanzenfressende Thecodontier gehörten zur Unterordnung der Aetosauria, die in der späten Trias lebten. In der Unterordnung der Ornithosuchia sehen Wissenschaftler die Verbindung zwischen den vierbeinigen Thecodontiern und den zweibeinigen Dinosauriern. Die den Dinosauriern am ähnlichsten sehende Gruppe der Ornithosuchier ist die der Familie Lagosuchidae (Lagosuchus). Manche halten diese sogar für die Vorfahren der Pterosaurier. Die Archosaurier, die wohl am erfolgreichsten waren, sind die Krokodile. Sie haben sich wahrscheinlich aus den Ornithosuchiern entwickelt und als einzige bis heute überlebt. Ein Beispiel für ein frühes Krokodil war Protosuchus. Es lebte im frühen Jurazeitalter in Nordamerika und war unseren heutigen Krokodilen schon sehr ähnlich.
Ichtyosaurier
Zu den Meeressauriern gehörten vier Ordnungen, die sich unterschiedlich an das Leben im Meer angepaßt hatten: 1. Nothosauria 2. Placodontia 3. Plesiosauria 4. Ichthyosauria Die Nothosaurier setzten sich aus mehreren Familien zusammen. Am bekanntesten ist die Familie der Nothosauridae mit ihrem Namensgeber Nothosaurus. Dieser führte ein ähnliches Leben wie die heutigen Robben, also am Land und im Meer. Seine Nahrung bestand aus Fischen. Die Placodontier bestanden aus verschiedenen Familien: Die Cyamodontidae ähnelten den heutigen Schildkröten mit einem Panzer auf dem Rücken. Sie lebten von der mittleren bis zur oberen Trias. Die Familie der Henondontidae war den Schildkröten von heute vom äußeren her noch ähnlicher. Sie hatte bereits Panzer auf Rücken und Bauchseite und einen Hornschnabel. Man fand sie vor allem in der späten Trias. Die Familie der Placodontidae lebte in den Flachwasserzonen, wo sie sich von Muscheln ernährte. Placodus war beispielhaft für diese Familie. Zur Ordnung der Plesiosaurier gab es die Überfamilie der Pliosauroidea und die der Plesiosauroidea. Ihnen gehörten zahlreiche Unterfamilien an. Bei beiden gab es Arten, die 12 m bis 14 m lang wurden. Während die Plesiosaurier, zu denen Elasmosaurus und Plesiosaurus gehörten, sich überwiegend von Fischen ernährten, jagten Pliosaurier Haie und Ichthyosaurier. Die Ichthyosaurier waren am meisten an das Leben im Meer angepaßt. Sie konnten ihre Jungen im Meer zur Welt bringen. Ihr Körperbau erlaubte es nicht mehr das Land aufzusuchen, denn sie waren ähnlich gebaut wie unsere heutigen Delphine. Einige zur Ordnung der Ichthyosauria gehörende Familie waren die Mixosauridae (Mixosaurus), die Ichthyosauridae (Ichthyosaurus) und die Leptopterygiidae, die zu den letzten Fischsauriern zählten.
Pterosaurier (Flugsaurier)
Die Pterosaurier entwickelten sich im späten Trias und hatten ihre Blütezeit im Jura und der frühen Kreide. Zu ihnen gehören die größten fliegenden Wesen, die je gelebt haben. Fossile Funde werden auf der ganzen Welt gemacht. Man unterscheidet zwei Unterordnungen: Rhamphorhynchoidea und Pterodactyloidea. Die Rhamphorhynchoidea waren die ältesten Flugsaurier. Sie hatten einen relativ großen Kopf, der aber durch Schädelöffnungen im Gewicht reduziert war. Ihr Schwanz war ziemlich lang und bestand aus verknöcherten Sehnen, die ihn starr machten. Über den Hals und die Fingerknochen spannte sich eine Flughaut auf, die auch an den Oberschenkeln ansetzte. Zur Familie gehörten unter anderen Eudimorphodon und Rhamphorhynchus. Die Familie der Pterodactyloidea hatte einen ähnlichen Körperaufbau wie die Rhamphorhynchoidea. Sie hatten meist einen kürzeren Schwanz und waren nicht alle flugfähig. Beispielhaft für diese Gruppe war der größte Flugsaurier namens Quetzalcoatlus.
Die Dinosaurier Die Dinosaurier gingen, genau wie die meisten modernen Reptilien, aus den diapsiden hervor, ebenso die Krokodile und Pterosaurier. Gegen Ende des Perms spalteten sich die Diapsiden in Lepidosauria und Archosauria. Die Entwicklung der Lepidosauria führte zu über 6000 Echsen- und Schlangenarten. Die Archosauria stellten die Gruppe der Herrscherreptilien dar, die über einen Zeitraum von 180 Millionen Jahren existierte. Hier waren die Flugsaurier die Könige der Luft, die Dinosaurier beherrschten das Festland, und die Krokodile, die als einzige Gruppe noch heute existieren, eroberten die Meere und Seen. Sie hatten sich aus den ältesten Archosauriern, die im Trias ihre Blütezeit hatten und Thecodontia genannt wurden, entwickelt. In dieser Zeit änderte sich auch die Gangart der Tiere. Allmählich kam es zu einer Verlagerung der Ansatzstelle der Gliedmaßen, bis diese schließlich direkt unter dem Körper standen. Im Jahre 1887 fand der englische Anatom Seeley heraus, dass es zwei grundlegend verschiedene Beckenformen bei den Dinosauriern gab. Die eine hatte den für Reptilien typischen Aufbau, die andere sah dem unserer heutigen Vögel sehr ähnlich. Nach dieser Entdeckung teilte man die Dinosaurier in die Ordnungen der Saurischier (Echsenbecken-Saurier) und der Ornithischier (Vogelbecken-Saurier) ein. Diese beiden Ordnungen gliedern sich in Unterordnungen, denen die einzelnen Dinosaurierfamilien nach verschiedenen Kriterien wie beispielsweise Fleisch- und Pflanzenfressern, Fortbewegungsart und Größe unterstellt werden.
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