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Woher kommt der Name Dinosaurier ?
Das Wort "Dinosaurier" kennt jeder, doch nur wenige kennen seinen Schöpfer, den Briten Sir Richard Owen. Der streitbaren Paläontologe war ein erbitterter Gegner der Evolutionstheorie. Richard Owen, der Schöpfer des Wortes "Dinosuaria", lebte von 1804 bis 1892. Die Bezeichnung "Dinosaurier" ist eine Wortschöpfung aus den beiden griechischen Worten "deinos" (schrecklich) und "sauros" (Echse)zu deutsch "Schreckliche Echsen". Der damals einflussreiche Wirbeltier-Anatom Sir Richard Owen benutzte den Begriff "Dinosauria" für prähistorische Reptilien erstmals 1842 in einem Artikel der Britischen Gesellschaft für Fortschritt in den Wissenschaften. Die Dinosaurier hatten nach dieser Definition zwei wichtige Merkmale. Zum einen waren dies säulenartige Beine (im Gegensatz zu den seitlich am Körper befindlichen Beinen der Reptilien), zum anderen fünf zusammenhängende Rückenwirbel, die an das Becken der Tiere anschlossen. Owen hatte als erster Wissenschaftler Rekonstruktionen von Dinosauriern angefertigt und war ein scharfer Gegner der Evolutionstheorien von Jean-Baptiste de Lamarck und Charles Darwin. Zeitlebens lag er deswegen in Fehde mit seinem Kollegen Thomas Henry Huxley, der sich selbst als "Darwins Bulldogge" bezeichnete. Owen hielt nichts von den Ideen der natürlichen Selektion. Vielmehr nahm er an, dass jedes Lebewesen der Erdgeschichte Teil eines schöpferischen Weltplans sei. Das trug ihm im späteren 19. Jahrhundert in Wissenschaftskreisen den Ruf ein, altmodisch zu sein und wissenschaftlichen Fortschritt zu ignorieren. Als Freund der königlichen Familie scheute sich Sir Richard Owen nicht vor populärwissenschaftlicher Darstellung paläontologischer Forschungsergebnisse. Nach den Funden von Megalosaurus und Iguanodon in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts wuchs sehr schnell das öffentliche Interesse an den Riesenechsen. Owen wurde auf Anraten von Queen Victoria wissenschaftlicher Berater für Europas ersten Kultur- und Freizeitpark, der 1854 im Londoner Vorort Crystal Palace entstand. Unter seiner Aufsicht fertigte der Künstler Benjamin Waterhouse Hawkins dort lebensgroße Dinosauriermodelle an. Legendär ist ein Abendessen von Owen, Hawkins und 20 weiteren Gästen im Inneren einer teilweise fertig gestellten Iguanodon-Skulptur in Crystal Palace. Anschließend wurde Owen Chef der naturhistorischen Abteilung des British Museum. Er bemühte sich dabei vor allem, die naturhistorische Sammlung auszubauen. Diese Schau im Londoner Stadtteil South Kensington ist heute als Natural History Museum bekannt.
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