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Das größte Raubtier aller Zeiten


Tarbosaurus bataa

Ein naher Verwandter der nordamerikanischen Raubdinosaurier der Oberkreide ist Tarbosaurus bataar. Seinem Habitus und seiner Größe nach ähnelt er Tyrannosaurus. Auch er bewegt sich biped auf starken Hinterbeinen, und seine zehigen Vorderfüße sind verkümmert. Auch er hält das Gleichgewicht mit dem langen, mächtigen Schwanz, und auch seine Kiefer sind mit großen, dolchförmigen Zähnen bestückt. Das größte bisher gefundene Exemplar erreicht eine Länge von 14 Metern und eine Höhe von 6 Metern. Damit hat Tarbosaurus bataar dem amerikanischen Vetter Tyrannosaurus rex den Titel "größtes Raubtier aller Zeiten" abgenommen. Zahlreiche Skelette dieses räuberischen Saurischiers wurden von polnisch-mongolischen Expeditionen in der Wüste Gobi gefunden.


Gigantosaurus carolinii

Im Jahre 1993 wurden in Patagonien (Argentinien) von einem Hobby Paläontologen namens Ruben Carolini die Überreste eines gigantischen Raubsauriers entdeckt. Sofort setzte dieser sich mit den Paläontologen Prof. Coria und Salgado in Verbindung. Es handelte sich um einen Fleischfresser, der Gigantosaurus carolinii ( der gigantische Saurier aus dem Süden)genannt wurde. Mit einer Körperlänge von 13,5 m bis 14 m, einer Schädellänge von 1,65 m und etwa 8 Tonnen Gewicht war er wahrscheinlich das größte Raubtier der Erde aller Zeiten, größer als der Tyrannosaurus Rex. Er soll vor über 95 Millionen Jahren gelebt haben.Ob jedoch nicht nur dieser eine Räuber, sondern die gesamte Art größer war, wird sich zweifelsfrei erst behaupten lassen, wenn Relikte von mehreren Exemplaren gefunden und ausgewertet sind. Erste Funde von einem zweiten Individuum legen nahe, daß Giganotosaurus carolinii sogar noch riesiger war. Er jagte vermutlich pflanzenfressende Saurier, die größer waren als er ,bis um das Doppelte. Er besaß messerscharfe Zähne ähnlich einem Hai (im Gegensatz zu Tyrannosaurus Rex, dessen Zähne mehr auf das Herrausreißen von Fleischbrocken und zum Knochenbrechen geeignet waren ). Zu sehen ist der Gigantosaurus in der Akademie für Naturwissenschaft in Philadelphia.


Carcharondontosaurus saharicus

1995 entdeckte Paul Sereno von der University of Chicago in Marokko Überreste des "Carcharondontosaurus saharicus". Die Forscher glauben, daß dieser Dinosaurier der größte fleischfressende Dinosaurier gewesen sein könnte. Aus den insgesamt 350 gefundenen Einzelteilen des Saurierskeletts konnten die Paläontologen der Universität Chicago ermitteln, daß diese Kreatur vom Kopf bis zum Schwanz 13,7 Meter lang gewesen sein muß, das sind immerhin rund 1,20 Meter mehr, als der berühmte Tyrannosaurus rex aufzubieten hat. Als Höhe des Saharasauriers ermittelten die Wissenschaftler 3,66 Meter. Auch der Kopf des Carcharondontosaurus saharicus ist mit einer Länge von 1,62 Metern rekordverdächtig. Dennoch, so fanden die Forscher, war das Gehirn in diesem Riesenschädel nur so groß wie ein Tennisball. Die Augen des Raubtiers waren jeweils etwa genauso groß wie das Gehirn, so daß es wahrscheinlich außerordentlich gut sehen konnte. Die guterhaltenen Zähne des Reptils sind haifischähnlich und außerordentlich scharf.. Der in Argentinien entdeckte Gigantosaurus hatte nur drei Zentimeter kürzere Beine als der verwandte Carcharodontosaurus und war auch nur unwesentlich kleiner als der in Afrika entdeckte Dinosaurier. Durch seinen dicken Hals konnte Carcharondotosaurus saharicus riesige Fleischstücke verschlingen. Unter der Tierwelt dürfte dieser rund acht Tonnen schwere Jäger seinerzeit (vor etwa rund 94 bis 88 Millionen Jahren) der unangefochtene Herrscher ohne natürliche Feinde gewesen sein, der mit seiner Laufgeschwindigkeit von bis zu 33 Stundenkilometern auf Raubzug gehen konnte. Aufgrund der engen Verwandschaft mit Giganotosaurus folgern die Wissenschaftler, daß die Landverbindung zwischen Amerika und Afrika rund 30 Millionen Jahre länger als bislang angenommen bestanden haben muß und die Kontinentaldrift entsprechend langsamer vonstatten ging. Schon am Anfang dieses Jahrhunderts hatten deutsche Forscher in Ägypten Überreste eines Carcharondonto-saurus gefunden. Aus den wenigen Fragmenten hatte man damals aber nicht auf die Größe dieses Lebewesens schließen können. Außerdem wurden die in München aufbewahrten knochen während des 2 Weltkrieges vernichtet.